Zukunft schlägt Vergangenheit

Legt man Geld in Aktien an, ist einer der häufigsten Fehler, dass man Aktien, mit denen man bereits heftige Verluste gemacht hat, ungern verkauft. Wer realisiert schon gern einen Verlust und gibt damit außerdem zu, dass er sich bei der Kaufentscheidung geirrt hat.

Aber: Entscheidend dafür, ob man eine Aktie im Depot lässt oder abstösst, ist doch in Wirklichkeit nur die Erwartung an die Zukunft. Wird die entsprechende Gesellschaft erfolgreich sein und Gewinne machen? Wird der Aktienkurs wieder steigen? Oder ist das Gegenteil der Fall?

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Aktien sind Sachwerte

Beim Kauf von Aktien erwirbt man Anteile an der entsprechenden Firma. Nicht in der Form, dass man z.B. seine VW-Aktie gegen meinetwegen den linken Unterarm eines Schweißroboters an der Fertigungsstraße des VW Golf tauschen könnte. Aber man ist Teilhaber des VW-Konzerns. Geht der VW-Konzern unter, schuldet er einem nichts.

Gewinne, die man mit Aktien macht, beruhen im Kern immer darauf, dass die Firma, an der man beteiligt ist, produktiv arbeitet und Überschüsse erwirtschaftet. Aus diesen Überschüssen kann eine Dividende gezahlt werden.

Man kann auch mit Aktien Geld verdienen, indem man auf Kurssteigerungen wartet und dann teurer verkauft als man eingekauft hat. Ein solcher Verkauf bedeutet aber immer, dass man an der Börse jemanden finden muss, der die Aktie zu diesem höheren Preis haben möchte. Jemanden also, der zu dem Zeitpunkt die Aktie als besser einschätzt als man selbst.