Staatsverschuldung

Die Schulden eines Staates steigen, wenn er mehr ausgibt als er einnimmt. Die Differenz muss er sich leihen von jemandem, der Geld hat und bereit ist, es ihm zu geben. Die Schulden des Staates entstehen also dadurch, dass die jeweilige Regierung nicht bereit oder in der Lage ist, das Geld, das sie ausgeben möchte, jetzt von den Steuerzahlern einzufordern. Da man als Politiker eher gewählt wird, wenn man Geld zu verteilen hat als für höhere Steuern einzutreten, wirken zwei entgegengesetzte Gründe jeweils in Richtung höhere Staatsschulden. Shit.

Die Schulden des Staates sind Vermögen derer, die ihm das Geld geliehen haben (Staatsanleihen gekauft haben). Der Deal war bisher meist der, dass zumindest die Zinsen, die der Staat dafür zahlen muss durch Verkauf neuer Staatsanleihen an im Prinzip die gleichen Gläubiger besorgt wurden. Also wachsende Staatsverschuldung zwecks Begleichung der Zinsen auf die bestehenden Schulden. Ein Schneeballsystem. Funktioniert auf Dauer nur bei wachsender Wirtschaft. Ein dauerhaft und immer weiter wachsendes System kann aber nicht als stabil bezeichnet werden.

Zur Zeit funktioniert dieser Deal für viele Staaten nicht. Das Ausfallrisiko ihrer Staatsanleihen wird so hoch eingeschätzt, dass sie entweder gar kein Geld mehr bekommen oder nur zu sehr hohen Zinsen.

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